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Die Grubenmähre Lyrics

Dauþuz - Die Grubenmähre cover art
Band
Album

Die Grubenmähre

(2017)
TypeAlbum (Studio full-length)
GenresBlack Metal
Album rating :  -
Votes :  0
Lyrics > D > Dauþuz Lyrics (20) > Die Grubenmähre Lyrics (10)
Submitted by level 21 Eagles (2017-12-08)
1. Reminicere (2:00)
Instrumental
2. Extero Metallum (4:50)
Extero Metallum
(Rösten)

Unrein das Metall, mit Scheidewerk durchsetzt
Im Geviert in der Erde, das Röstbett erbaut
Die Scheite gestapelt und über Kreuz gelegt
Bis der Rost zwei Ellen, in der Höhe misst

Extero Metallum

Das gepochte Erz zu Kegeln geschichtet
Mit Wasser benetzt und händisch festgeschlagen
Mit harzgen Bärten der Stoß entfacht
Siedend heiße Lohe, frisst sich nun durch das Gestein

Tödlicher Rauch steigt nun auf und befreit die Dämonenbrut
Welche im Ertze sitzen und jedes Metall verderben
In Gold und Silber bringen sie dir Krankheit und Siechen
Hüttenrauch , Schwefel und Spießglanz wurden so dereinst geschieden

Mit eisgem Wasser den Stein erkaltet und zermürbt
Die Dämonen ausgetrieben mit der Gewalt der Flammen
Hinfortgejagt, zu Todeswetter verbrannt die böse Brut
Im Sturm der Elemente; in Feuer, Wasser, Luft und Erd
3. Drachensee (8:36)
Drachensee

Im Jahre 429, im hohen Alpengebürg
Erschien ein Missionar, der Magnus ward genannt
Bekehrte all die Heiden dort, zu seinem Christengott
Alsbald erzählten ihm seine Schafe, vom Golde im alten Berg

Heuchlerisch predigte er Wasser und trank nur den besten Wein
Schickte seine Jünger, für Brot und Absolution in den Berg hinein
Hoch über der Grube, an der Heidenstatt baute er ein Gotteshaus
Alles ward dort aus reinem Gold, für seinen Gott und sich allein

Er nahm sich alle Frauen, in ihrer ersten Hochzeitsnacht
Sie schufteten für ihn in Lumpen, er kleidete sich in edelster Pracht
Einst nahm ein armer Greis aus Verzweiflung zwei Gran des Goldes
So schlug er ihn vor aller Augen
Mit goldenen Nägeln, an sein heiliges Kreuz

Der Berggeist nun zutiefst erbost, beschwor seinen übelsten Rächer
Magnus trank zu dieser Stund, Wein aus seinem edelsten Becher
Da grollte der Berg, aus des Stollen Mund quoll wütende Gischt
Die Grube, das Dorf, die Christenschafe; hat das Wasser erwischt

Aus dem jungfräulichen Schlund, des eisblauen kalten Sees
Entfuhr der funkenstobende Drache, dampfend, glühend ins Kirchenschiff
Zerfetze Magnus Körper und vernichtete alles was hier einstmals stand
Zischend stieg er in die Teufe, mit Magnus Seel und allem Gold

Mystisch und still liegt der Drachensee, zwischen grauen Felsentürmen
Doch ein klägliches Jammern und Beten, ist jede Nacht zu vernehmen
Auf ewig verdammt, Magnus am Grund, allein mit seinem Gold
Täglich labt sich der Drachenschlund, am Körper des Verfluchten
4. Trinitatis (1:03)
Instrumental
5. Kerker der Ewigkeit (7:50)
Kerker der Ewigkeit
(Grubenfall 1727 Teil II)

Ohne Skrupel ausgebeutet und in den Tod getrieben
Sie, die in Reichtum und Dekadenz ward geboren

Nach der Schicht, ein halbes Jahr
Tat ich täglich mein Werk, darunten im Alten Mann
Trieb voran ich den Kerker, tiefer in den Stein
In achtunddreißig Lachter Teufe, wird er für sie die ewige Strafe sein

Für sie schlug ich diesen Kerker, den Kerker der Ewigkeit
Verschwenderin des Lebens, von Geburt zu Gier erkoren

Ihr Geiz war Grenzenlos, zahlte selten unser mager Gedinge
Das Grubenholz war minderwertig, minder wie ihre Seele
Der Stollen brach, nahm meine Söhne und viele Geringe
Darum ist es meine Pflicht, dass ich ihren qualvollen Tod erwähle

Ausgelassen feiert sie, zur diesgen lauen Abendstund
Ich schlug sie nieder und zerrte sie aus ihrem feudalen Gut
Und brachte sie hinab, auf den finstren Stollengrund
Hinab in die Ewigkeit, hinein in den finstren Kerker

In das Loch fügt ich freudig Stein um Stein
Ein Meisterwerk, man sah nur grauen Fels
Zehn Laiber ranzig Brot gab ich ihr hinein
Langsam soll sie siechen bis der Berg sie endlich nimmt

Ein Kupferrohr trieb ich zu ihrem Leidesort
So kann ich sie manchmal besuchen
Sie braucht ja Luft, sonst stirbt sie zu früh hinfort
Sing ihr bis zuletzt, ein Lied vom Tod und bösen Flüchen

Niemand hört dein Klagewerk
Im Kerker hier, der Ewigkeit
Deine Seel gehört nun ganz dem Berg
Im Kerker der Ewigkeit
6. Dem Berg entrissen (7:06)
Dem Berg entrissen

Am Rande der Alpen vor über zweitausend Jahren
An den Ufern des Iuvarus schlugen sie ein
Schürften das weiße Gold im Dunkel der Berge
Trieben die Stollen mit Schlägel und Eisen

Noriker im tiefen Berg
Kaum einer wurde 30 Jahr
Gaben Leben, Fleisch und Blut
Für den Reichtum ihres Fürsten

Zweitausend Jahre, waren sie hier verborgen
Zwei Kelten ruhten dort im Berg in Frieden
Begraben unter ihrem einstgem Werk
Bis man 1616 ihre Ruhe zerstörte

In 110 Lachter Teufe gingen sie einst zugrund
Konserviert durch jenes, was sie einst so begehrt
Schlägel und Eisen noch an ihrer Seite
Diese waren ihr Totengeleit, Schlägel und Eisen ihr Totengeleit

Dem Berg entrissen, mit welchem sie vereint
Aufgebahrt, im Schatten der Kirche verfault
Dem Berg entrissen, kein Christ je um sie geweint
Die Totenruh geschändet, im Heidengebürg

Libera Nos Domine
Libera Paganum Domine

Noriker tief im Berg
Aufgebahrt und verfault, im Schatten der Kirche
Dem Berg entrissen, der Totenruhe beraubt
7. Crucis (1:41)
Instrumental
8. Die Grubenmähre I: In die Schwärze (6:00)
Grubenmähre I
(In die Schwärze)

Als junges Pferd, voll Kraft und Leben
Kamst du hinab, in die diesge Teufe
Verstandest nicht, was dir geschehen war
Das wärmend Licht, verblich zu Gedanken

Grubenmähre, verzweifelt in ewiger Nacht
Ein felsger Stall, dir zur Heimat gemacht
Grubenmähre, geschunden für der Menschen Lohn
Dein Leben Ausbeutung und blanker Hohn

Augen wie Ohren unter Leder verborgen
Kalt beschlagen im trüben Schein
Die Beine allerorten mit Narben überzogen
Der leere Blick, ein Wundmal der Seele
Ein Wundmal der Seele, deiner Seele

Grubenmähre, verzweifelt in ewiger Nacht
Ein felsger Stall, dir zur Heimat gemacht
Grubenmähre, geschunden für der Menschen Lohn
Dein Leben Ausbeutung und wie blanker Hohn

Manch ein Führer gab auf die Mähre acht
Doch Schinder schlugen, traten, habens ausgelacht
Strecke um Strecke in doppelter Schicht
Gespannt vor die Hunte, mit üblem Gewicht
9. Die Grubenmähre II: Hoffnungstod (7:23)
Grubenmähre II
(Hoffnungstod)

Räude, Rotz und Husten waren eine Qual
Doch hatte die Grubenmähre niemals eine Wahl
Freut sich stetig auf sein steinernes Loch
Auf Ruh und Frieden fernab der Plage unter dem Joch

Nach vielen Jahren Untertage
Schickten sie dich endlich fort
Zu schwach und aller Kraft beraubt
Nun nutzlos an jenem dunklen Ort

Die Welt dort oben ward dir längst unbekannt
Furchtgeblähte Nüstern, blind vom Licht
Wolltest in dein Loch, wärst zurückgerannt
Doch hielten sie dich, ließen dich nicht

Tief im Geiste brach es dennoch hervor
Erinnerst dich, wie es war lang zuvor
Spürst weich die Erde, frisch weht der Wind
Heilend für die Seel, doch Wunden ewig sind
Doch Wunden ewig sind

Konnt dein Leben wieder wahres Leben sein
Doch zu Luciae , zerrten sie Dich wieder in die Grub hinein…
10. Luciae (2:35)
Instrumental
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