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Karg - Von den Winden der Sehnsucht cover art
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Karg

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Von den Winden der Sehnsucht

(2008)
TypeStudio Full-length
GenresAmbient Black Metal
LabelsIndependent
Album rating :  -
Votes :  0
Lyrics > K > Karg Lyrics (12) >

Von den Winden der Sehnsucht Lyrics

(3)
Submitted by level Rousseau
1. Dämmerung im Herbst (...und die Schatten empfingen mich als einen der ihren) (7:25)
2. Wundextrakte (Dem Wort ein Schwert der Flamme die Narben) (13:02)
Wundextrakte - Dem Wort ein Schwert, der Flamme die Narben

Kapitel 1: Der Verwüstung erster Akt

Zwiegespräch mit dem Herbst:

Herbst:
Folge mir ins Tal der wilden Rosen,
wo der Mond auf die Gezeiten trifft.
Begleite mich, ins Land der herben Weine,
wo sich der Lunar Glanz an klammen Felsen bricht.

Ich:
Herbstlaub will ich sein,
auf deinen ach so jungen Schwingen,
und Liebe so wie Tod
sollst du über mein Dasein bringen.
Sei mein Puls! Sei mein Dolch!

Herbst:
Die Kunst zu sterben, in der Kinderstube jäh erlernt,
so bin ich nun der Bote deines müden Traums,
und selbst der Strick werde ich sein,
an den Zinnen deines Galgenbaums!

Ich:
Du bist in mir wohin ich geh,
bist Freund wie Feind von fern bedacht,
bist lieblich Lied am frühen Morgen,
so wie ein Jammerschrei in einsamer Nacht.

Herbst:
Geläutert hast du meiner Worte,
bitter nur dem Tod gedient,
deine Augen hab' ich dir ausgekratzt,
von nun an blind!
Sei mein Puls! Sei mein Dolch!

Ich:
Du bist in mir wohin ich geh,
belauscht mich stets & folgst mir stur,
Und doch sträubt sich was noch pocht in mir,
verhöhntes Ich, im Geiste einst'ger Frohnatur!

Herbst:
Denn selbst wenn du meine Botschaft missverstanden,
so wird sie dennoch endgültig sein!
Beuteln will ich deiner bis zu deinem letzten Atemzug,
und brechen dich, wie dein Gebein!

Ich:
Doch hab' ich mich in Gedanken schon sooft selbst gerichtet,
was ich durch die eigne Hand so lang vermied.
Nun stehe ich barfuss da in 1000 rohen Scherben,
so stimm an dein harsches Lied!
Sei mein Puls! Sei mein Dolch!

Herbst:
Du wirst sehen wie ich komme & gehe,
und ewiglich den Tod durchleben,
denn trotz deines so wüsten Streben,
ward dir nie eines Wolfes Herz gegeben!

Ich:
Geiger, spiel auf den Todeswalzer,
und streich ihn bis zum letzten Takt,
denn bersten soll die Welt & ihre Wände,
so sei dies der Verwüstung erster Akt!

Nun andächtig erhebet eure Häupter,
und lauschet der Symphonie ewigen Lebens!


Kapitel 2: Symphonie ewigen Lebens

Instrumental

Kapitel 3: Wenn Hass & Liebe sich umarmen

Zwiegespräch mit der Einsamkeit:

Einsamkeit:
Falbes Tal in später Ruh, ich bin gekommen um zu bleiben,
du hast doch mein Antlitz von jäh ersehnt!
Hast Traum beseelt mein Blut gekostet,
denn selbst in deinen Liedern werde ich doch stets erwähnt!
Ich:
An die Zinnen kühnster Freiheit habe ich einst mein Herz verloren,
doch gewillt war ich dem Weg zu folgen, den es sich hat auserkoren.
Gewillt bin ich erneut zu bluten,
denn tief in meinem Herzen steckt ein Dorn!

Den Trost den ich suchte, habe ich in dir gefunden,
den Trost den ich suchte, fand ich im Tod.

Einsamkeit:
Hinter zähen Nebelfeldern warte ich des Nachts auf dich,
du hast doch mein Leid von jäh ersehnt!
Versteckst dich zierlich hinter harschen Dornen,
doch all dein Streben bleibt vergebens, hast du doch nie dein wildes Selbst gezähmt!

Ich:
Mit dir labt sich der Lunar Purpurschein auf den achso jungen Gräbern
Derer, die du doch in ihrem Lenze schon vergrubst,
unter im Wind zart wehenden Trauerweiden,
die du vor Zeiten schon erschufst!

Den Trost den ich suchte, habe ich in dir gefunden,
den Trost den ich suchte, fand ich im Tod.

Nun schreibe ich Worte gleich Spuren,
schreibe Worte gleich verwehender Spuren im Schnee,
denn wenn ich in den Spiegel sehe, erblicke ich einen fremden Mann,
den ich noch nie zuvor gesehen!



Zwiegespräch mit meinem Schatten:

Ich:
Schatten, Schatten an der Wand,
wer hat die kühnsten Träume im Land?
Wer hat die Kund der Weisheit inne,
und seine Freiheit in der Hand?

Schatten:
Einst waren jene Worte,
gleich Nebelfetzen in die Luft geritzt,
doch Worte wurden Schriften,
und Schriften wurden Lehren!

Schatten, Schatten an der Wand,
was bedeuten die Zeichen die ich nicht erkannt,
was die verbrannten Wulste,
und was die Narben an meiner Hand?!

Lehren die vermochten dir zu zeigen,
wie sich der Lauf der Welt verliert,
wie du deine Freiheit jäh erdrückst,
wie man mit dem Hammer philosophiert!

Ich:
Schatten, Schatten an der Wand,
bin nicht ich der mit dem kühnsten Traum in diesem Land,
pocht denn nicht in meiner Brust ein wildes Herz,
hab nicht doch ich, den Dolch in meiner Hand?!

Bin ich Ich? Eigentlich?!
3. Sterbend besungen (Schlaflos träumt die Morgenröte) (18:27)
4. Durch Midwinters Tor (...und welk ward die Blüte die ich umgarnte...) (5:32)
5. Angst (Weil alles einst zerbrechen muss) (15:56)
Angst - Weil alles einst zerbrechen muss

Zwiegespräch mit dem Winter:

Ich:
Durch Midwinters Tore hab' ich einst meinen Schritt getragen,
und nur noch das fahle Laub verrät des Herests weinend' Klagen.
Der Frühling war so schnell gestorben & mit ihm seine so späte Frucht,
die ausgezerrt von Bäumen rankte, in Gezeiten der Nacht.

Winter:
Wenn doch schon seit Myriaden Jahren ich nach dir trachte,
dein Sein zerschmettern will mit meiner bloßen Hand,
der Knochen will ich deinen Leib berauben, dein Mark aussaugen
und ersticken die Hoffnung, die sich einst in dir befand!

Ich:
Vertrauter Feind, oh stilles Leid,
du warst doch stets mein strengster Gast,
und niemals abgeneigt dem Nidhögg gleich zu nagen,
an den Wurzeln meines Lebensasts.

Winter:
So will & werde ich dich nicht töten, das richtest du schon ganz von selbst,
als ein Nachtmahr jenseits des Lichts, mit einer gar zu schroffen Gabe,
trägst du den fernen Duft von Flieder,
mit raschem Schritte jäh zu Grabe!

Ich:
Du zerrst an mir du garst'ges Kind & raubst mir meinen Lebensmut,
doch liebe ich die wilde Kraft, die mir dein Antlitz doch verleiht,
denn ein Schmachgeborenes Kind der Trauer,
flieht lieblos hin zu Dunkelheit!

Winter:
So werde ich nun deinen Leib bestatten, neben den Gebeinen deiner Brüder,
denn nun sollst du ihre Buße tragen, & niemand hört dein wehes Klagen,
vergraben wird' ich dich tief im Moor, dort wo die Zikaden schlafen.
Und nur noch dein Kopf, soll weit aus seinen Furten ragen!

Ich:
Dein Bote will ich sein, schön wie ein Magnolienblatt,
wenn aus meinem Mund nur noch Rosenblätter fallen, gleich den Wiegen der Verwesung,
und bleiben will ich ein Dornbehangenes Hünengrab,
das dort verweilt im stillen Herbst, stets hingwandt der Dämmerung!

Zwiegespräch mit dem Tod 1:

Tod:
Lausche, oh du weher Knecht,
ich bin deines Totenkachens Ruder,
mein Kind, ich bin dein Schattenbruder!

Ich:
Wer stapft so spät durch Nacht & Wind,
ist's ein alter Freund, der einst die Seinen nicht erkannte,
ist's zuletzt die Einsamkeit mit ihrem zorn'gen Kind,
oder ein stummer Gesell, der dereinst Tod sich nannte?

Tod:
Mein Kind ich bin der Tränenbringer,
ein Schmacherzürnter Traumverschlinger.
Namen gab der Mensch mir viele, bin der der scheidet Leid & Not,
man nennt mich auch Gevater Tod!

Ich:
Ich kenn' dich nicht,
doch deinen Namen, ich hab' ihn schon so oft verflucht,
bist der, der Müttern raubt die Kinder,
und meine Brüder geißelt wieder & wieder, wenn leiser klingen die Lieder?

Tod:
Ich bin die Bitterkeit, die dich stets zu leiden lehrt,
bin der, der stets deinen Schlaf dir raubt,
bin ein blutverzerrter Eiterkuss,
bin der, der dir zu träumen nicht erlaubt!

Ich
Wo im Geiste der vagen Sonne, Bäume tragen Leichentücher,
wie ein gefallenes Blatt im Herbste, welches im Sommer schon verdorrte,
wenn dann auf ihren welken Wipfeln, dreiste Schabbocks dreschen lieblose Akkorde,
werde die die Asche meiner Heimat baren in gläsernen Gefäßen, & heimkehren an einst'ge Orte.

Wenn dann dein knöchernes Windspiel gar wie Musik in meinen Ohren klingt,
kein so wüster, schriller Ton, mich um meine Freiheit bringt,
dann trinken wir bis zuletzt des jähen Frühlingsabends Blut,
auf das er heimkehre, denn tot ist nur was ewig ruht!

.und leiser wehen die Lieder -

.auf das, das Ende kommen mag -

.auf das die Seele ruht !

Zwiegespräch mit der Angst:

Angst:
Aus geschwollenen kalten Chören,
besudelt durch eines Frevlers Hand,
empfingst du einst aus wandelnden Schatten,
schroffes Unheil im Leichengewand.

Allein unter Menschen...!

Ich:
Die, die den Frühling wehklagend einst sterbend besungen,
deren blutgetränkte Herzen wild nun mit dem Dezembermond tanzen,
wäre ihre Gebrechlichkeit nur ein wunder Dorn im Garten der Finsternis,
ist doch ihr Abendglanz Sehnsucht, Liebe, Angst!
6. Zeitenwende (Vorbei am gestern und vorbei am Morgen) (14:40)
7. Eines Finders Frühlingslied (...und meine Träne erstarb auf deinen Lippen...) (3:42)
Herbstzeitlose,
sei dein Name, sei dein Kind

Aschewinter,
sei dein Name, sei dein Kind

Endzeitlose,
sei dein Name, sei dein Kind

Frühlingserwachen,
sei dein Name, sei dein Kind

Sei mein Puls...!
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