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Samsas Traum - Anleitung zum Totsein cover art
Band
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Anleitung zum Totsein

(2011)
TypeStudio Full-length
GenresNeoclassical Metal, Darkwave, Gothic metal
LabelsTrisol Music Group
Album rating :  90 / 100
Votes :  1
Lyrics > S > Samsas Traum Lyrics (139) >

Anleitung zum Totsein Lyrics

(12)
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1. Was danach kommt: Spinnen (6:04)
Du bist und sprichst verwandelt
Von leisen Atemzügen
Vom Wiedersehen handelt
Ab heute jedes Wort.
Ich kann nicht mit Dir fliehen
Ich will mich dem nicht fügen
Ich muss mich Dir entziehen
Nur eine Richtung: fort.

Du fragst mich, was danach kommt
Nach dem Aller-Welt-Entrinnen
Nach dem Fast-Nichts-Zu-Verlieren
Dem Vielleicht-Alles-Gewinnen
Du willst wissen, ob ich glaube
Daran, dass wir neu beginnen
Doch die Antwort auf die Frage
Was danach kommt, lautet: Spinnen.

Du suchst in Deinen Träumen
Du wühlst Dich durch die Wolken
Willst keinen Hauch versäumen
Du redest mit dem Wind.
Der Widerhall, das Schreien
Wird nicht in mir verstummen
Ich werde nie verzeihen
Die Freiheit ist vorbei.

Du fragst mich, was danach kommt
Nach der Leichtigkeit, dem Schweben
Dem Sich-Über-Alle-Zeit
Und-Über-Jeden-Schmerz-Erheben.
Du suchst tief in meinen Augen
Willst, dass Blicke Sinn ergeben
Doch die Antwort auf die Frage
Ist das Gegenteil von Leben.

Über mir sind Sonnen, Monde
Längst erlosch'ne Sterne
Unter meinen Füßen wölbt sich
Nichts als Erde. Ach, wie gerne
Würde ich mein blaues Adernetz
Mit Zuversicht befüllen
Um mich statt in meine Haut in
Deine Hoffnung einzuhüllen.
Unter mir sind Särge
Die die Ewigkeit zerreibt
Vor mir mahlt der Zukunft Uhrwerk
Das die Stunden in die Enge treibt.
Der Himmel ist für Vögel
Er war immer menschenleer -
Im Angesicht der letzten Wahrheit
Gibt es Gott nicht mehr.

Neben mir ist niemand
Der mich vor dem Tod beschützt
Der mich führt, mich hält, mich auffängt
Mich mit ruhiger Stimme stützt
Mir den Ort zeigt, an den ich mich vor
Dem Sterben flüchten kann -
Jeden noch so hellen Morgen
Steigt die Kälte weiter an.
Ich finde keine Hilfe
Keine Worte, keinen Schrein
Für den kleinsten oder größten Schritt
Ich gehe ihn allein
In die Einsamkeit, die Antwort -
Vor ihr gibt es kein Entrinnen
Meine Seele nährt am Ende
Käfer, Maden, Würmer, Spinnen.
2. Das ist Liebe (3:48)
Du bist ein Vulkan, und Deine Magma schmeckt
Nach Zucker und Zimt, ich hab' sie aufgeleckt,
Dein Herz vermischt Blut mit Nitroglycerin,
Deine Augen sind wie Treibsand.

Meine Seele ist ein schauriges Panoptikum,
Mein Kuss erzeugt sekundenschnell ein Vakuum,
Wegen dir wachsen mir tausend Arme,
Nichts und niemand kann uns trennen,
Lass' uns diese Welt verbrennen.

Das ist Liebe!
Wenn jedes Wort auf meiner Zunge,
Wenn die Sonne auf der Haut gefriert!

Das ist Liebe!
Wenn der Kopf nur noch den einen,
Nämlich Deinen Namen buchstabiert!

Das ist Liebe!

Und bist Du ein Cocktail, bin ich Molotov,
Bin ich eine Bombe, bist Du Wasserstoff,
Deine Stimme, Dein Flüstern schießt,
Wie Glassplitter durch meine Adern,
Wer will mit dem Schicksal hadern?

Das ist Liebe!
Wenn sich Gefühle und Vernunft
Bei Sonnenaufgang duellieren!
Das ist Liebe!
Wenn die Gedanken auf der Iris
Wie Raketen explodieren!

Das ist Liebe!
Ich sage: Das ist, das ist...

Das ist Liebe!
Wenn jedes Wort auf meiner Zunge,
Wenn die Sonne auf der Haut gefriert!
Das ist Liebe!
Wenn der Kopf nur noch den einen,
Nämlich Deinen Namen buchstabiert!

Das ist Liebe!
Wenn sich Gefühle und Vernunft
Bei Sonnenaufgang duellieren!
Das ist Liebe!
Wenn die Gedanken auf der Iris
Wie Raketen explodieren!

Das ist Liebe!
Wenn Dein Lächeln wie ein Virus
Meine Nerven infiziert!
Das ist Liebe!
Wenn mein Leben in den Wolken
Auf der Zukunft balanciert!
3. Ich sehe die Sterne bei Tag (4:07)
Wie konntest Du Dich nur der Liebe, allem widersetzen?
Sag', wohin bist Du gegangen, was hat Dich nur übermannt?
Wie nur konntest Du den Tod in Deinem Herzen leben lassen?
Er trieb Dich weit von mir weg, es zog Dich immer an den Rand
Ich laufe zwischen Bäumen und verfange mich in Netzen
Wenn ich träume, träume ich von Erde, die wie Regen fällt
In der Brust klopft eine Schaufel, steigt das gleißend helle Wasser
Wie mag es Dir dort ergehen, in der Schlinge deiner Welt?

Ich gehöre nicht Euch, ihr silbrigen Wolken
Ich bin auch nicht Dein, oh eisblaues Licht
Ich gehöre dem Jenseits, der anderen Seite
Dem pechschwarzen Abgrund, dem Jüngsten Gericht

Mit welchen Worten soll ich wiedergeben, was nicht denkbar ist?
Ich konnte Dich nicht halten, wie soll ich da von Dir sprechen?
Ich brauche neue Laute. Was für Laute? Nein, ich kenn sie nicht
Ich fühle, wei sie auf der Zunge, an den Zähnen brechen
Es war Dir stets gegeben, auf den Meeresgrund zu schauen
Heute sehe ich wie Du die Sterne leuchten, auch bei Tag
Ich liebte dich so sehr, ich hätte so nicht lieben dürfen
Weil die Liebe vieles, nur nicht Dich zurück zu bringen vermag

Und bin ich gestorben, dann tragen mich Lieder
Vor Euch an den offenen Fenstern vorbei
Mein Kopf schaukelt sanft, gleich den Halmen am Boden
Des Brunnens, ich breche am Heimweh entzwei
4. Das vor allen Spiegeln - Für Isabelle (4:53)
Ich habe Dich die ganze Nacht gesucht,
Das letzte Mal hast Du gelobt zu bleiben,
Wie oft hab' ich den Augenblick verflucht,
In dem mein Herz begann, Dir pausenlos zu schreiben.
Der Mond war da, doch nicht der Mond, der lügt,
Der unruhig brennende, der rote, der betrügt,
Es war der andere, der kühle, der nie sinkt,
Der Mond, den man wie klares Wasser trinkt.

Der Mann aus Glas geht lautlos vor
Dem Pavillion an uns vorbei,
Die Sonne macht aus seinem Kopf
Kein Brennglas mehr, der Abend gibt ihn frei.

All die toten Spiegelbilder
Wollen unser Blut.
Hörst Du sie, die grauen Flügel?
Lass' sie nicht heran!

Was nur, was machen Spiegel,
Wenn sie des Nachts alleine sind?
Schlafen sie, lachen sie,
Träumen oder wachen sie?
Sieh' Dich niemals in einem Spiegel an,
Der nicht das Licht, sondern das Dunkel spiegeln kann,
Der in die Hölle führt, die schwarzen Zähne bleckt,
Dein Spiegelbild hinter Kristall versteckt.

Die Unheilbaren, Jammervollen,
Kriegsversehrt, im Wahn verschollen,
Flehen, ganz in seinem Bann,
Den Mond um eine letzte Kugel an.

Wo ist mein Gesicht, das erste,
Das vor allen Spiegeln?
Jenes, das ich war, bevor ein
Spiegelbild die Oberhand gewann.

Wo ist mein Gesicht, das erste,
Das vor allen Spiegeln?
Jenes, das ich war, bevor mein
Selbst auf ihrer Silberhaut zerrann.
5. Mein Versprechen (5:38)
Ich sehe uns im Spiegel,
Höre Schnee wie Watte fallen,
Und ich fühle, wie Du strahlst,
Die Uhr ist unser Richter,
Sie verkündet lei's das Ende als Du
Herzen an das matte Fenster malst.

Wir haben sieben Tage
Zwischen Federn, unter Flocken,
In der Finsternis verbracht,
Das Sonnenlicht verleugnet,
Den Hunger an uns selbst gestillt
Und sieben Nächte durchgewacht.

Wir haben uns mit Funken
Des Mondes eingekleidet
Und die Stunden umgekehrt,
Die Finger und die Seelen
So fest es ging verwoben und die
Körper wie ein Feuer ausgezehrt.

Diese, meine Hände
Sind von jetzt an ewig Dein,
Sie sind da um Dich zu stützen,
Dich zu halten, stark zu sein,
Über deinen Schlaf zu wachen,
Deine Träume zu entfachen,
Ganz egal wie schwer die Last des Lebens
Auf den Schultern wiegt.

Diese, meine Hände
Heben Dich empor, hinauf,
jeden noch so kalten Morgen
Richten sie mich wieder auf,
Um stets neben Dir zu stehen,
Jeden Weg mit Dir zu gehen,
Ganz egal wohin uns die Geschichte
Mit den Jahren führt.

Diese Hände öffnen jede
Tür und jedes Tor,
Und sie lieben Dich mit jedem
Tag mehr als am Tag zuvor,
Nur um für Dein Glück zu ringen,
Deine Sorgen zu bezwingen,
Sind sie Schlüssel, Schwert und Kissen,
Sind die Mantel, Speer und Schild.

Diese Hände teilen jedes
Meer und jedes Land,
In den Furchen diese Hände
Steht dein Name eingebrannt,
Keine Grenzen, keine Mauern
Können Liebe überdauern;
Jene, die kein Halten kennen,
Wird kein Ende jemals trennen.
6. Durch die Wand der Träume (3:55)
Ich kann nichts sehen
Und doch kann ich dich spüren
Dich durch die Wand der Träume
Vorsichtig berühren
Du zeichnest Wogen
Wirfst die Schatten auf das Meer
Du bist der Anfang
Einer Reise ohne Wiederkehr

Vor zwei Stunden noch da wollte ich
Die letzten Zeilen schreiben
Keine einzige Sekunde länger
Auf der Haut der Erde bleiben
Jetzt stellst du mir Fragen
Du willst alles von mir wissen
Von den Schlangen und den Käfern
Von dem Messer unter meinem Kissen

Ich werde kämpfen
Für alles was wir sind!
Die Antwort, die Antwort
Kennt allein der Wind!

Ich hör dich lauthals
Die kleinste Trommel schlagen
Du rufst mich zu den Waffen
Lässt mich diesen Schritt erst wagen
Durch deinen Herzschlag
Erhält alles seinen Sinn
Durch dich erfahre ich nun
Wer ich war und was ich bin

Heute morgen noch da wollte ich
Für Blei die Zähne blecken
Mir das Ende meines Lebens
Bis zum Boden meiner Lungen stecken
Jetzt willst du es wissen
Du willst wissen was passiert
Wenn ein Mensch mit seiner Zunge
Einen Eiszapfen berührt

Ich werde kämpfen
Für alles was wir sind!
Die Antwort, die Antwort
Kennt allein der Wind!

Selbst wenn die Zukunft
Hinter dem Horizont beginnt
Ich lebe für alles
Alles was wir sind

Ich werde kämpfen
Für alles was wir sind!
Die Antwort, die Antwort
Kennt allein der Wind!

Selbst wenn die Zukunft
Hinter dem Horizont beginnt
Ich lebe für alles
Alles was wir sind
7. Den Wolken näher (4:50)
Hier, Mama, schau,
Ich zeige Dir was
Passiert, wenn man Sehnsucht
Nach Liebe in Kindern nicht stillt:
Als erstes werden die Haare
Am Kopf ganz verrückt.
Mama, sieh' her,
Verstehst Du nun, dass
Ein Herz sich nicht selbst mit
Gefühlen und Zuneigung erfüllt:
Fass' meine Haare an,
Hart wie verrosteter Draht!

Der Gürtel Deines Bademantels,
Er liebt mich mehr als Du,
Er hebt mich höher,
Trägt mich weiter
Und zieht mich fester zu.

Schreib' mir Deine Briefe
Auf bleiche Birkenrinde,
Verbrenne sie im Puppenhaus,
Damit ich sie nicht finde.

Mama, hör' zu,
Ich ging durch die Stadt
Und betete, dass mich ein Wagen
Erfasst, überfährt.
Doch Mama, Du weißt,
Es gibt keinen Gott,
Das Leben ging weiter,
Ein Ende blieb mir lang verwehrt.

Mama, pass' auf,
Ich weiß auch schon wo,
Ich grabe mich einfach wie
Samen in die Erde ein,
Wo ich verwese wächst aus mir
Ein prachtvoller Baum.
Erinnerst Du Dich,
Ich wollte es so,
Ein jeder Tag sollte wie nach
Einem Wolkenbruch sein:
Sauber, erneuert, verliebt,
Unbefleckt, lupenrein.

Die Wolken krabbeln in das Zimmer,
Die grauen, toten und schweren,
Ich will hinter das Glas,
Ich will den Blick nach innen kehren.

Schreib' mir Deine Briefe
Auf bleiche Birkenrinde,
Verbrenne sie im Puppenhaus,
Damit ich sie nicht finde.
Ich bleibe für die Wirklichkeit
Ein Rätsel und entbehrlich,
Doch küsse meine Spuren stets,
Denn Träumer sind gefährlich.

Mama, häng' mich höher,
Es ist Zeit zu geh'n,
Hoch über die Wipfel,
Ich will doch den Himmel seh'n.

Schreib' mir Deine Briefe
Auf bleiche Birkenrinde,
Verbrenne sie im Puppenhaus,
Damit ich sie nicht finde.
Ich bleibe für die Wirklichkeit
Ein Rätsel und entbehrlich,
Doch küsse meine Spuren stets,
Denn Träumer sind gefährlich.

Ich bleibe für die Wirklichkeit
Ein Rätsel und entbehrlich,
Doch küsse meine Spuren stets,
Denn Träumer sind gefährlich.
8. Im Zeichen des Wurms (3:45)
Wenn der Nebel aus den Gräbern
Aus der feuchten Erde steigt
Und das Unheil aus den Särgen
In die kühle Freiheit kriecht
Wenn der Abend sich dem Ende
Sich der Nacht entgegen neigt
Und die Luft nach Chrysanthemen
Und nach Eingeweiden riecht
Dann ist uns're Zeit gekommen
Dann entsteigen wir den Träumen
Lauern auf den Efeublättern
Die die Friedhofsmauer säumen
Uns're Haut spiegelt den Himmel
In den Augen brennt die List -
Gott behüte jenen Menschen
Der uns nie begegnet ist

Fürchtet uns! Wo ihr auch geht
Wohin ihr Euer Köpfchen legt
Wo immer Euer Bettchen steht
Vom tiefsten Keller bis zum
Kreuz des höchsten Kirchenturms
Wir leben und wir sterben
Im Zeichen, im Zeichen des Wurms

Wenn der Vollmond schlanke Äste
Von der jungen Rinde scheidet
Und sich Wolken wie ein Netz
Rund um die Weltenkugel spinnen
Wenn das kalte Licht die Stämme
So wie Knochenmänner kleidet
Und die Tropfen der Unendlichkeit
Durch schwache Finger rinnen
Dann erscheinen wir, das Ende
Auf der kargen Lebensbühne
Wir, die keine Gnade kennen
Keine Buße, keine Sühne
Wir gemahnen an den Abschied
An den letzten Tanz, den Schluss
An Gestank und an Verwesung
An der Made zarten Kuss

Fürchtet uns! Wo ihr auch geht
Wohin ihr Euer Köpfchen legt
Wo immer Euer Bettchen steht
Vom tiefsten Keller bis zum
Kreuz des höchsten Kirchenturms
Wir leben und wir sterben
Im Zeichen, im Zeichen des Wurms
Im Zeichen, im Zeichen des Wurms
Im Zeichen, im Zeichen des Wurms
Fürchtet uns! Wo ihr auch geht
Wohin ihr Euer Köpfchen legt
Wo immer Euer Bettchen steht
Vom tiefsten Keller bis zum
Kreuz des höchsten Kirchenturms
Wir plündern und wir morden
Im Zeichen, im Zeichen des Wurms
Im Zeichen, im Zeichen des Wurms
Im Zeichen, im Zeichen des Wurms
9. A - Wie "Antarktika" (5:03)
Der Bug schiebt sich gleich
einem Messer durch das alte Eis.
Er gleitet durch Geschichte,
durch das ewigliche, blütenreine Weiß.
Die kalte Stille, unbeirrbar greift sie
nach den, nach den Sinnen,
Wer wird obsiegen, wer den Wettlauf
mit der Zeit gewinnen, wer?

Der Feind wächst unaufhaltsam,
er dringt vor bis auf die Brücke,
reißt alles an sich, trübt die Sinne,
sprengt das Herz in tausend Stücke.
Der Kapitän steht fest an seinem
Platz und in der Hand
hält er das Glas, er füllt es ruhig
und unbeeindruckt bis zu seinem Rand.

Das schmale Silber, es sinkt tiefer,
jenseits aller, aller Zahlen.
Nichts kann es stoppen, keine Menschen,
Keine Sonnenstrahlen, nichts!
Durch einhundert Nächte, hundert Morgen.
Da liegt sie am Ende eurer Welt verborgen.
Hisst stolz die Segel, ein Traum wird war:
A - wie Antarktika.

Der Horizont ist grausam, lebend
küsst ihn keiner, nie -
Wie soll man ihn erreichen, wie erringen,
wie bezwingen, sag mir, wie?
Der Himmel schweigt, das Wasser spricht,
die Worte gleichen Schnee.
Die Luft zerschneidet alle Adern, ja,
das Schneiden, Schneiden, es tut weh.

Die blanke Nadel kennt die Richtung,
aber nicht die, nicht die Wege,
auf dass sich Staub auf alle Poren,
auf die Jahre lege, Staub!

Durch einhundert Nächte, hundert Morgen.
Da liegt sie am Ende eurer Welt verborgen.
Hisst stolz die Segel, ein Traum wird war:
A - wie Antarktika.

Der Kapitän steht starr auf seinem
Platz und vor ihm liegt,
die längst vergilbte Karte, alle Kraft,
und aller Wille sind versiegt.
Die Kälte schmiegt sich an den Körper,
bettet ihn auf Eis,
Sie tötet seit Jahrtausenden als
ewigliches, blütenreines weiß.

Durch einhundert Nächte, hundert Morgen.
Da liegt sie am Ende eurer Welt verborgen.
Hisst stolz die Segel, ein Traum wird war:
A - wie Antarktika.

Hisst stolz die Segel, ein Traum wird war:
A - wie Antarktika.
10. Gott hat kein Gesicht (4:16)
Von den langen, kalten Nächten des hohen dunklen Nordens
bis zum heißen Blut des Südens, den Sandmeeren des Mordens;
Von des Westens eitlen Türmen aus Glas und Überheblichkeit
zu den fernöstlichen Stürmen aus Stahl, Beton und Duldsamkeit,
quält alle Menschen, alle Tage, keine Antwort - eine Frage:

Warum hat Gott kein Gesicht?
"Weil Gott nicht durch deine Lippen zu dir spricht!"
Warum sieht Gott mich nicht an?
"Weil Gott nicht durch deine Augen sehen kann!"

Ob nun Bücher, reich an Wissen, ob Lämmer, Kälber, Ziegen;
Ob Säuglinge, ob Jungfrauen auf den Altaren liegen,
ist Tag ein und aus seit Anbeginn der Zeit schlichtweg egal.
Wohin man blickt, wonach man sucht mit abertausend Zungen spricht die Qual:

Warum hört mir Gott nicht zu?
"Weil Gott nicht durch Ohren hören kann wie du."
Warum hat Gott keinen Mund?
"Gott gibt seine Wahrheit nicht durch Worte kund!"

"Ich glaube an das eine, an das ohne Gesicht!
Das frei von allen Sünden ist, das weder hört noch spricht!
An das, was niemals ansieht, das vor mir war und nach mir bleibt.
An das, was aus mir ewiglich, aufs neue seine Wurzeln treibt."

Warum hat Gott kein Gesicht?
Warum sieht mich Gott nicht an?
Warum hört mir Gott nicht zu?
Warum hat Gott keinen Mund?
11. Betet für mich (4:23)
Vor meinem Fenster frisst Beton die letzten Farben auf,
Der Wind macht um die grauen Zwinger einen großen Bogen.
Das Wasser flieht vom See die Wände, jeden Berg hinauf,
Und alle Bäume sind mit Pech und Schwefel überzogen.
Die Wolken formen Monumente blasser Sterblichkeit.
Der Himmel spuckt auf ihre ausgestreckten, weichen Glieder.
Der Weg hinauf aus dieser Hölle ist unsagbar weit.
Erzählt den Lebenden von mir, erzählt ich komme wieder.

Sieben Mal die Sterne küssen - sieben Mal nicht sterben müssen.
Sieben Mal das Herz aufschürfen - sieben Mal nicht scheitern dürfen.

Betet für mich, wo immer ihr geht.
Betet für mich, wo immer ihr steht.
Betet für mich, in jedem Tal - auf jedem Berg, in jeder Stadt.
"Nur Gott alleine kann dich retten. Nur Gott allein nimmt mir die Ketten.
Die mich fest an mein Schicksal binden, wann wird all das ein Ende finden?"

Auf allen Straßen wandeln Tote, schweigend, ohne Augen.
Die gelbe Haut hängt ein schlaff auf eingestürzten, kalten Wangen.
Ich sehe Kinder die an Leder und Kadaver saugen.
Ein dutzend Geister hält mich hier, auf meinem Bett gefangen.
Ja, diese Hölle existiert - sie existiert auf Erden.
In dieser Hölle herrscht die Angst, doch sie hat keine Ohren.
In dieser Hölle leben die, die nie geboren werden.
Ja, diese Hölle, sie hat mich als Vater auserkoren.

Sieben Mal den Abgrund küssen - sieben Strafen bestreiten müssen.
Sieben Mal das Herz aufschürfen - sieben Mal nicht sterben dürfen.

Betet für mich, wo immer ihr geht.
Betet für mich, wo immer ihr steht.
Betet für mich, in jedem Tal - auf jedem Berg, in jeder Stadt.
"Nur Gott alleine kann dich retten. Nur Gott allein nimmt mir die Ketten.
Die mich fest an mein Schicksal binden, wann wird all das ein Ende finden?"

Vor meinem Fenster frisst Beton die letzten Farben auf,
Der Wind macht um die graue Zinne einen großen Bogen.
Das Wasser fliegt vom See die Wände, jeden Berg hinauf,
Und alle Bäume sind mit Pech und Schwefel überzogen.

Betet für mich, wo immer ihr geht.
Betet für mich, wo immer ihr steht.
Betet für mich, in jedem Tal - auf jedem Berg, in jeder Stadt.
"Nur Gott alleine kann dich retten. Nur Gott allein nimmt mir die Ketten.
Die mich fest an mein Schicksal binden, wann wird all das ein Ende finden?"

Betet für mich, (wo immer ihr geht.)
Betet für mich, (wo immer ihr steht.)
Betet für mich, (in jedem Tal - auf jedem Berg, in jeder Stadt.)
"Nur Gott alleine kann dich retten. Nur Gott allein nimmt mir die Ketten.
Die mich fest an mein Schicksal binden, wann wird all das ein Ende finden?"
12. Das Lächeln eines Toten (4:25)
Jetzt ist nur noch einer übrig,
der die Züge trägt,
in dessen Winkel Zeit die sonder-
barsten Furchen prägt.
Auf dessen Iris jeder neue
Tag Geschichten malt,
und dessen Stirn im Licht der Welt
wie eine Leinwand strahlt.

Bitte gib mich frei.
Dieser Stein lastet zu schwer
auf meinem Herzen.
Diese Bürde reisst mich,
wie ein Spaten Erde teilt…
…Entzwei.

Jetzt ist nur noch einer übrig,
ein Mensch aus Geduld,
der alle Lasten eisern trägt.
Die Schmerzen, seine Schuld,
auf dessen Wangen Fäden
ein Geflecht aus Jahren spinnen,
Durch dessen Finger Meereswasser,
Sand und Muscheln rinnen.

Bitte gib mich frei.
Dieser Stein lastet zu schwer
auf meinem Herzen.
Diese Bürde reisst mich,
wie ein Spaten Erde teilt…
…Entzwei.

So will ich nicht mehr lächeln,
nie wieder, nie im Leben:
Das Lächeln eines Toten,
der Starre treu ergeben.
So will ich nicht mehr blicken,
aus Augen wie erfroren:
Die Blicke eines Toten,
durch stille Not geboren.

Schnee im Rachen,
mein Blut ist fortan nicht mehr rot,
kalt wie Silber,
das im Herz zu versinken droht,
klar wie Wasser,
durch meine Adern fließt der Tod.

So will ich nicht mehr leben,
Gefesselt und verworren:
Das Leben - eine Lüge
auf Feldern, die verdorren.
Und niemals wieder will ich
in mir begraben liegen,
wo auch meine Gedanken
frei wie Vögel fliegen.
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