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Urzeitgeist Full Album Lyrics

Rauhnåcht - Urzeitgeist cover art
Band
Album

Urzeitgeist

(2014)
TypeAlbum (Studio full-length)
GenresBlack Metal
Album rating :  –
Votes :  0
Lyrics > R > Rauhnåcht Lyrics (13) > Urzeitgeist Lyrics (7)
Submitted by level 21 록스타 (2017-11-01)
1. Einsam ist's, durch's Moor zu geh'n (6:31)
Über verlass'ne Mooresweite,
wo der Wunderberg sich hebt,
ist die Welt in mir im Streite,
dem dem Drang, der zum Urgrund strebt.
Die Herrschaftsgier, der Völker Wirren,
der täglich' Lärm erdrückt mich schier.
Doch hier, entrückt vom Waffenklirren,
ruht wahre Herrschaft tief in mir.
Der Alten Zwang, der Jungen Hast
ist von falschem Begehr erfüllt.
Erstirbt ihr Ruf, löst sich die Last
im klaren Blick sich Glück enthüllt.
Einsam ist's durch's Moor zu geh'n
manch' alter Pfad ins Unheil mündet.
Drohend' Schatten durchs Dickicht zieh'n
ein raunend' Wind Verderben kündet
Beistand aus des Narren Munde,
ist wie ein Irrlicht in finst'rem Moor
nur eig'ne Stärke führt empor.
Über verlass'ne Mooresweite
erklimm' ich mancher Gipfel Fluh
des klaren Mondes Weg begleite,
wer lauschen kann der inn'ren Ruh.
2. Urzeitgeist (5:56)
Zwischen den Welten,
wo die Felsen schroff den Himmel berühr'n,
auf den Spuren der Kelten,
lässt mich der Berg seinen Zauber spürn'n
Millionen Jahre bevor
der Menschen Rasse zu spreißen begann
wirkte schon der Steine Magie,
die der unsichtbaren Welt entsprang.
Urzeitgeist - Weisheit in der Tiefe des Seins
Urzeitgeist - wahres Leben wird uns bewusst
Am Ende der Zeiten
bleibt keines uns'rer Werke besteh'n,
daher nutzt die Weiten
das Daseins, um dahinter zu seh'n
hinter den Schleier der Zeit
ruht der Moment im Zauber der Nacht
Bald schon ist es soweit,
dass ewige Klarheit zum Leben erwacht
3. Rauhnachtskind (10:08)
In einer finst'ren Thomasnacht
kam ich aus der Anderswelt
Aus wilder Jagd vervorgebracht
war seltsam Schicksal mir bestellt
Ein Zweitgesicht ward mir beschieden,
ragend in das Geisterreich
find ich auf Erden keinen Frieden,
führ' mein Leben Untoten gleich
Werd' bezeugen, niemals leugnen
Schicksal sprechen, niemals brechen
Zwischen den Jahren öffnet sich das Tor,
alte Seelen kehren wieder mit dem Wind
hingegeben schwebe ich empor,
eins mit allen Welten, Rauhnachtskind.
Der taumelnd' Mensch in der Tat und Zaudern
blindlings hastet durch die Zeit
Erspäh' das Weltenlos mit Scahudern,
des Schicksalwissens stumm' Geleit
Der hellsicht Wallung kennt kein Halten,
doch greift die helfend' Hand ins Leer'
Unvermeidlich des Geschickes Walten,
kennt kein Entrinnen, keine Wehr
Menschlich' Antlitz, und doch nicht euresgleichen
kann ich euer Treiben nicht versteh'n
Lebt nicht im Einklang und achtet nicht der Zeichen,
weltentwurzelt werdet ihr vergehn.
4. Der Weg zurück (9:43)
An trostlos kahlen Tagem, an dupfer Menschen Ort,
uieht rastlos nagend' Drang mich von hohlem Tagwerk fort
Ein letzter Blick, ein stiller Abschiedsgruß,
lebe wohl, trautes Heim, nun muss ich geh'n,
muss den Winden folgen und ferne Gipfel seh'n
Der kahlen Bäume Totensprache
stimmt ein in klamme Frostwindlieder
Des Winters Hauch liegt auf den Wäldern
und fährt in eiserstarrte Glieder
Das Heer der Nebelgeister
lädt mich in stille Weiten ein
kein nah, kein fern, nicht alt, nicht jung,
ein jedes Ding hier ist allein
Die Kälte kriecht in alle Winkel,
umschließt mein längst verlor'nes Herz
Doch ist's, als ob des Frostes Schneiden
mein Leben trennt vom Weltenschmerz
An kahlen Tagen, an lichtverlor'nem Ort,
zieht rastlos nagend' Drang mich vom tristen Leben fort
Ein letzter Blick, ein stiller Abschiedsgruß,
lebe wohl, trautes Heim, nun muss ich geh'n,
muss den Winden folgen und ferne Gipfel seh'n
Wo Felsen thronen und Stürme wohnen
erwacht die Urkraft, fährt auf mich nieder
Die Blitze zucken über den Gipfeln,
der Winde Brausen hallt mir wider
Naturgewalt, ich kehre heim,
oh Weltenseele, ich bin dein
Verlösch' mein Licht, nimm mich zurück,
als Teil von dir find' ich mein Glück
Hab deine Stimme stets gehört,
durch all den Lärm, der doch nur stört
Nun stimm' ich ein ins ew'ge Lied,
bin eins mit allem, was geschieht.
5. Geisterreiter (8:22)
Gleich einem Sturmwind braust sie heran,
die wilde Jagd in den Lüften
Mit Donnergroll fährt sie hernieder,
über den Wald zu den Gehöften.
Der Schoß des Untersberges tut sich auf,
das Heer der Toten ist befreit,
Wer nächtlich wandernd dem Spuk begegnet,
it unrettbar dem Tode geweiht.

...Ihr sollt keine Tränen vergießen um eure Toten, denn sie müssen jede Träne in einem Krug aufsammeln, bis dieser immer schwerer wird und überläuft. Wer seine Toten nicht mehr beweint, gibt ihren Namen in der Anderswelt. Sie werden auf euch warten, um eines Tages Seite an Seite mit euch durch die Nacht zu reiten."

Geisterreiter, zieh' mich empor
Ich stimme ein in den Totenchor
Bin bereit, möchte mich erheben
In ein neues, größ'res Leben
6. Zeitentor (6:04)
Altersgrau und sagenumwoben
blickt der Turm ins Land, ins traut',
stolz und trutzig wie die Kelten,
die vor Zeiten ihn erbaut.
Irrblöck rings und finst're Tannen,
Ahnenschanz und Burgruin,
unter Farn das dust're Nirloch
mit dem Zeitentor darin.
Und der Untersberg, der Riese,
hallet weit das Echo nach.
Still! Du rufst im Felsenschlosse
sonst die Schar der Geister wach
7. Ewigkeit (9:34)
In sel'ger Selbstvergessenheit,
Gefährte Weind und Baume nur,
rankend hin zur Ewigkeit,
denkverloren Allnatur.
Des Waldes sanftes Blätterwiegen
schlägt sacht der Seele Harfe an
befreite Geister heimwärts fliegen
zu lichter höhen Weltenbann
Oh zaghaft tastend höh'rer Sinn,
lausch gestaltlos' Vorzeitraunen
Web des Schicksals Urgespinn
in der leisen Ahnung Staunen
Der Stille Kathedralenbauten,
erfüllt von traumvergess'nem Shein,
schon alter Völker Weise schauten,
entrückt dem schmerzverzerrten Sein.
Weltliches Treiben ist vergägnlich,
wenn nicht von Wahrhaftigkeit beseelt.
Wer dem höchsten nicht empfänglich,
hat seinen Lebenssinn verfehlt.
Info / Statistics
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Reviews : 7,823
Albums : 121,846
Lyrics : 149,331